Stadt setzt bei Hitze auf Bäume statt Rasen

Die Stadt Aarau verfügt nach eigenen Angaben über eine klare Strategie für die Bewässerung öffentlicher Grünflächen während Hitze- und Trockenperioden. Priorität haben Blumenrabatten sowie junge und prägende Bäume – nicht jedoch stark beanspruchte Rasenflächen. Dies schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Anfrage von SVP-Einwohnerrätin Sandra Blank.

Laut Stadtrat werden Rasenflächen mit ungünstigen Standortbedingungen oder hoher Nutzungsintensität grundsätzlich nicht bewässert, wenn dies keinen nachhaltigen Erfolg verspricht. Als Beispiele nennt er die stark beanspruchten Flächen bei der Schwanbar und im Kasinopark. Dort konzentriere sich die Bewässerung auf Bäume und Rabatten.

Dem Stadtrat sei bewusst, dass ausgetrocknete Grünflächen ihre kühlende Wirkung verlieren können. Wegen begrenzter personeller und technischer Ressourcen würden jedoch jene Bereiche priorisiert, in denen mit vertretbarem Aufwand die grösste langfristige Wirkung erzielt werden könne. Alte, ortsbildprägende Bäume hätten dabei Vorrang, da sie einen deutlich grösseren Beitrag zur Kühlung leisteten als junge Ersatzpflanzungen. Eine flächendeckende Bewässerung aller Rasenflächen würde zudem einen hohen Wasserverbrauch verursachen, während sich viele Gebrauchsrasen nach Niederschlägen wieder erholen könnten.

Eine Kosten-Nutzen-Beurteilung von Bewässerungsmassnahmen sei nur eingeschränkt möglich, da deren Erfolg von Faktoren wie Wetter, Bodenzustand und Nutzungsintensität abhänge. Gleichzeitig verweist der Stadtrat auf die laufende Umsetzung der städtischen Klimaanpassungsstrategie. Bei neuen Bepflanzungen würden hitze- und trockenheitsresistente Arten bereits berücksichtigt. RAN