Stadtrat will Zukunft des Tellirings neu planen

Der Telliring soll als historischer, ökologischer und gesellschaftlicher Freiraum langfristig gestärkt werden. Der Aarauer Stadtrat will die Weiterentwicklung des Areals im Rahmen der Überarbeitung des städtischen Freiraumkonzepts ab 2027 vertieft prüfen.

Der Telliring war während vieler Jahre ein zentraler Schauplatz der Maienzug-Morgenfeier und gilt bis heute als historisch und kulturell bedeutender Ort in Aarau. Bild: Chris Iseli/Archiv
Der Telliring war während vieler Jahre ein zentraler Schauplatz der Maienzug-Morgenfeier und gilt bis heute als historisch und kulturell bedeutender Ort in Aarau. Bild: Chris Iseli/Archiv

Der Telliring soll auch künftig eine wichtige Rolle als Grün- und Erholungsraum für Aarau spielen. Dies hält der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Anfrage von Mitgliedern aus FDP, SP, GLP und Grünen fest. Der historisch bedeutende Ort soll im Zuge der Überarbeitung des Freiraumkonzepts strategisch weiterentwickelt werden.

Geprüft werden unter anderem Massnahmen zur Förderung der Biodiversität sowie eine mögliche Reaktivierung früherer Gewässer. Dabei sollen ökologische Anliegen mit den Anforderungen des Denkmal- und Gartenschutzes in Einklang gebracht werden. Konkrete Projekte und Kosten stehen allerdings noch nicht fest.

Auch die historische Bedeutung des Tellirings soll sichtbarer werden. Denkbar sind Informationstafeln oder eine stärkere Nutzung des Areals durch Schulen. Zudem wird geprüft, wie der Telliring in Aktivitäten rund um die geplante Kulturhauptstadt eingebunden werden könnte. Für regelmässige Grossanlässe sieht der Stadtrat derzeit jedoch Hindernisse: Die unebene Rasenfläche erschwert den Aufbau einer geeigneten Infrastruktur.

Schliesslich will die Stadt auch die Bevölkerung sowie Quartier-, Umwelt- und Geschichtsvereine in den Planungsprozess einbeziehen. Wie diese Mitwirkung konkret aussehen wird, soll im Rahmen der Überarbeitung des Freiraumkonzepts festgelegt werden.

RAN