Steuerausfälle belasten Ergebnis massiv

Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Buchs fällt markant schlechter aus als budgetiert. Hauptgründe sind erneut steigende Pflegekosten sowie ein Einbruch bei den Unternehmenssteuern. Trotz solider Entwicklungen in einzelnen Bereichen resultiert ein Aufwandüberschuss von über drei Millionen Franken.

Die Gemeinde Buchs verzeichnet 2025 ein deutlich höheres Defizit als erwartet – insbesondere steigende Pflegekosten und sinkende Unternehmenssteuern belasten die Rechnung.Grafik: LA
Die Gemeinde Buchs verzeichnet 2025 ein deutlich höheres Defizit als erwartet – insbesondere steigende Pflegekosten und sinkende Unternehmenssteuern belasten die Rechnung.Grafik: LA

Die Gemeinde Buchs schliesst das Rechnungsjahr 2025 mit einem Aufwandüberschuss von rund 3,1 Millionen Franken ab – deutlich mehr als die budgetierten knapp 935’000 Franken. Besonders ins Gewicht fallen die erneut gesunkenen Einnahmen bei den juristischen Personen. Diese liegen rund 1,22 Millionen Franken unter den Erwartungen. Insgesamt sind die Unternehmenssteuern in den letzten Jahren stark eingebrochen: Während 2018 noch 3,76 Millionen Franken eingenommen wurden, sind es aktuell lediglich 730’000 Franken.

Dieser Rückgang lässt sich durch andere Steuerarten kaum ausgleichen. Zwar entwickelten sich die Einnahmen bei den natürlichen Personen stabil und entsprachen nahezu exakt den Prognosen. Dennoch schränkt der Einbruch bei den Firmensteuern den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde zunehmend ein.

Pflegekosten erreichenneue Höchstwerte

Neben den Steuerausfällen treiben vor allem die steigenden Pflegekosten das Defizit in die Höhe. Erstmals überschreiten die Aufwendungen für die Pflegefinanzierung die Marke von zwei Millionen Franken und liegen mit 2,3 Millionen Franken rund 950’000 Franken über dem Budget.

Der Gemeinderat spricht von einer Entwicklung, die für die Gemeinde in diesem Ausmass nicht mehr tragbar sei. Die Verantwortung sieht er beim Kanton und hat dies bereits im Rahmen von politischen Stellungnahmen deutlich gemacht. Die Problematik betreffe nicht nur Buchs, sondern zahlreiche Gemeinden im Kanton Aargau.

Investitionen und stabile Spezialfinanzierungen

Trotz der angespannten Finanzlage investierte die Gemeinde weiter in Infrastruktur. Insgesamt wurden Nettoinvestitionen von 2,3 Millionen Franken getätigt. Zu den grössten Projekten zählen der Ausbau eines zweiten Verwaltungsstandorts sowie eine Übergangslösung für die Schule Gysimatte. Daneben flossen Mittel in energetische Massnahmen wie LED-Beleuchtung, eine neue Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage.

Die spezialfinanzierten Bereiche zeigen sich derweil stabil: Das Wasserwerk erzielt einen höheren Überschuss als erwartet, die Abfallwirtschaft schliesst ebenfalls besser ab als budgetiert. Die Abwasserbeseitigung weist wie geplant ein leichtes Defizit aus.Auch die Ortsbürgergemeinde verzeichnet ein positives Ergebnis, wenn auch unter den Erwartungen. Höhere Unterhaltskosten beim Gewerbepark Steinachermattweg schmälerten den Überschuss.Der Gemeinderat zeigt sich insgesamt unzufrieden mit dem Ergebnis, verweist jedoch auf externe Faktoren. Die Entwicklung der Pflegekosten und der Unternehmenssteuern werde auch die kommenden Budgetplanungen wesentlich prägen.GEM/LA