Stürze blieben nicht aus
Die Limbostange in einem Halbkreis mit Radius von 5 Metern hängen zu lassen war beim Motocross-Event in Schmiedrued-Walde das Mass aller Dinge.
Rund 30 Teilnehmende ermittelten beim Ersatzanlass für das abgesagte Motocross in Schmiedrued in drei Gruppen die Finalteilnehmer. Von 136 cm Anfangshöhe senkten die Kampfrichter die Stange um 4 und ab einer Höhe von 120 um 2 cm. Wer die Stange abhängte oder stürzte, erhielt einen zweiten Versuch, im Finale sogar einen dritten. Bei 82 cm war Schluss. Um den Schwierigkeitsgrad zu verdeutlichen, muss man wissen, dass die Lenkstange eines Motocross-Bikes gerade die Länge von 80 cm hat.
Der Willisauer Motocrossfahrer Nico Häusermann durchquerte mit einer Triumph-Maschine als einziger die Höhe von 84 cm. Auf Platz 2 und 3 folgten Marc Rütsche (Kawasaki) und der Schmiedrueder Marc Bueb (KTM) vom veranstaltenden Motoclub Ruedertal. Das Podest komplettierten der Zür-cher Alexandre Marques und Samuel Schmidlin, Rickenbach. OK-Präsident Marc Sommerhalder verpasste mit seiner Enduro das Finale knapp.
Viele Teilnehmer aus der Region
Keiner der Finalisten hatte bis dato an einem MX-Limbo-Contest teilgenommen. Der Erfolg spricht für gemachte Erfahrungen und für die Beherrschung der Maschinen. Viele Teilnehmer kamen aus der Region – wie die Finalisten Gian Burgherr, Zetzwil, Nando Koller aus Moosleerau, oder Rafael Bolliger, Gontenschwil, sowie Joris Dössegger, Seon. Kondition und Konzentration neben der Fahrtechnik gaben den Ausschlag. Kopfeinziehen und Gas in der Kurve, um eine stabile Schräglage bei niedrigen Höhen sowie leichtes Bremsen mit dem rechten Fuss, waren zu beobachten. Stürze blieben nicht aus. Weitermachen honorierten die Zuschauer mit Applaus.
Das sichere Befahren der normalen Rennstrecke über die 1,6 Kilometer hätte enorme Wassermengen benötigt, um die Staubentwicklung bei der aktuellen Trockenperiode in Grenzen zu halten. Bevölkerung, Industrie und Landwirtschaft sind zum Sparen von Wasser aufgerufen, der Motocross-Anlass hätte sich nicht guten Gewissens durchführen lassen. Der MX-Limbo-Contest bot sich als Alternative an.
Die Sieger nahmen ein Preisgeld von insgesamt 1300 Franken in Empfang, der Sieger davon 400. Nach dem MX-Limbo-Contest ging die Party im Festzelt erst richtig los, den Zuschauern machte der Anlass mindestens so viel Spass wie den Aktiven. awe



