SVP hinterfragt Zukunft von PubliBike in Aarau
Nach dem Verkauf der Mehrheit an PubliBike an einen britischen Private-Equity-Investor verlangt die SVP Antworten vom Aarauer Stadtrat.
Die SVP-Fraktion nimmt den Eigentümerwechsel bei PubliBike zum Anlass für eine Anfrage an den Stadtrat. Sie will unter anderem wissen, ob Aarau die laufenden und künftigen Betriebsbeiträge weiterhin unverändert bezahlen will und welche vertraglichen Möglichkeiten bei einem Eigentümerwechsel bestehen. Gemäss früheren Antworten des Stadtrats kostet PubliBike die Stadt jährlich rund 106’900 Franken – mit Bundesbeitrag bis Mitte 2026 waren es rund 91’100 Franken. Für die gesamte Pilotphase werden städtische Kosten von rund 487’000 Franken genannt. Bis April 2026 wurden 23’329 Fahrten verzeichnet, was laut SVP einer städtischen Subvention von rund 4.30 Franken pro Fahrt entspricht. Kritisch sieht die SVP, dass PubliBike nun mehrheitlich von einem ausländischen Private-Equity-Investor kontrolliert wird. Sie fragt deshalb nach möglichen Risiken wie Kostensteigerungen, Qualitätseinbussen oder einem späteren Rückzug des Investors. Zudem möchte die Partei wissen, ob die eigentlich für 2029 vorgesehene Evaluation des Pilotprojekts vorgezogen werden soll. Sie fragt auch, unter welchen Bedingungen der Stadtrat bereit wäre, den Vertrag vorzeitig zu beenden oder PubliBike in Aarau einzustellen. Eingereicht wurde die Anfrage im Namen der SVP-Fraktion von Einwohnerrat Christoph Müller. RAN