Tödliche Schüsse am Rave: 43-jähriger Schweizer festgenommen
Nach den tödlichen Schüssen im Aarauer Schachen hat die Polizei einen 43-jährigen Schweizer unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Eine 22-jährige Frau kam ums Leben, fünf weitere Personen wurden verletzt. Das Motiv war bis Redaktionsschluss unklar.
Nach der Schiesserei bei einem Rave (Tanzveranstaltung, bei der elektronische Musik wie Techno, House oder Goa gespielt wird) im Aarauer Schachen hat die Kantonspolizei Aargau einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 43-jährige Schweizer wurde in der Nacht auf Montag kurz vor 1 Uhr angehalten. Der Festnahme war eine intensive Fahndung vorausgegangen. Mehrere Behörden aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland waren in die Ermittlungen involviert. Nach dem zuletzt bekannten Ermittlungsstand ging die Polizei davon aus, dass ein Einzeltäter für die Schüsse verantwortlich ist. Der genaue Tathergang, die Hintergründe und insbesondere das Motiv waren bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe unklar.
Die Tat ereignete sich am Sonntag, 30. August, gegen 2.30 Uhr. Der Musik- und Tanzanlass auf der Pferderennbahn im Schachen war zu Ende gegangen und die Besucher waren im Begriff, das Gelände zu verlassen, als mehrere Schüsse auf eine Personengruppe abgegeben wurden.
22-Jährige stirbt am Tatort
Eine 22-jährige Italienerin mit Wohnort im Kanton Aargau wurde tödlich getroffen. Trotz Reanimationsversuchen starb sie noch vor Ort. Fünf weitere Personen – eine Deutsche und vier Schweizer im Alter zwischen 24 und 31 Jahren – wurden mit leichten bis schweren Verletzungen in Spitäler gebracht.
Die Polizei rückte mit einem Grossaufgebot aus und leitete eine umfangreiche Fahndung ein. Knapp 23 Stunden nach der Tat wurde der 43-jährige Tatverdächtige festgenommen.
Motiv unklar
Der genaue Tathergang und die Hintergründe der Schüsse sind noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Auch zum möglichen Motiv lagen bis Dienstagabend keine gesicherten Angaben vor. Die Kantonspolizei Aargau hatte für Mittwoch, 2. September (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe), eine Medienkonferenz angekündigt, an der sie über die neusten Erkenntnisse informieren wollte. RAN