«Und denkt daran: Gebt niemals auf. Niemals»
Zweimal im Jahr und insgesamt zum 27. Mal in zehn Jahren setzt sich ein Konvoi in Bewegung, mit coolen amerikanischen Schlitten, freiwilligen Fahrern und ganz vielen leuchtenden Kinderaugen. Die «Sternenfahrt» führte diesmal von Muri nach Muri, mit Mittagshalt in Hirschthal.
Es gibt Anlässe, bei denen strahlt man auch als Beobachter den ganzen Tag. Mit Stolz steigen Kinder, begleitet von einem Elternteil, in die grossen und edlen US-Cars und winken den Passanten zu, die gar nicht anders können, als mit einem breiten Lachen zurückzuwinken. Diese Kinder müssen mit einer Einschränkung zurecht kommen, und auch ihre Eltern werden bei der Betreuung sehr in Anspruch genommen. Mit der Ausfahrt schenken freiwillige Fahrerinnen und Fahrer aus der US-Car-Szene diesen Menschen ein besonderes Erlebnis. Sie und auch die Fahrgäste kommen aus der ganzen Deutschschweiz.
Der Tross wird vom Motorradclub «Angel Dogs» begleitet, wobei die schweren Jungs für die Sicherheit während der Fahrt sorgen. Die «Angel Dogs» unterstützen Menschen mit Epilepsie und investieren unter anderem in die Anschaffung und Ausbildung von Epilepsie-Begleithunden.
150 Gäste in Hirschthal
45 Fahrzeuge setzten sich diesmal in Bewegung, zum zweiten Mal in diesem Jahr. Wie schon im Juni fuhr der Konvoi mit Ausgangspunkt Muri durch das Seetal, das Wynental und das Suhrental zurück nach Muri. In Hirschthal wurde bei der Huplant Pflanzenkulturen AG zum Mittagessen Halt gemacht, Die Inhaberfamilie Huber ist eine der Sponsoren, die den Anlass unterstützen. «Wir waren selber betroffen mit einer einschneidenden Situation, als unser Sohn zweimal mit einem Hirntumor zu kämpfen hatte», erzählte Adrian Huber. Seine vierköpfige Familie habe das Leben komplett umgestellt, man passte die Ernährung an, das Bewusstsein des Lebens sei ein völlig anderes geworden.
Heute, zum 25-jährigen Bestehen der Firma Huplant, sei es Zeit, etwas zurückzugeben. «Ich habe nicht so gern zu grosse Anlässe, mit der falschen Musik, dem falschem Essen, die Reden sind zu lang, und es gibt immer etwas auszusetzen.» Stattdessen setze er das Budget in verschiedene Projekte wie dieses ein. Die über 150 Gäste durften sich an einem reichhaltigen Buffet verköstigen, das Dessertangebot erfüllte sämtliche Träume, und die vielen kleinen und grossen Gespräche an den Tischen rundeten den Zwischenstopp ab.
Reto Frank, Gründer der «IG Sternenfahrt, V8 hilft Kindern» bedankte sich wie sein Vorredner bei allen, die sich ohne Geld dafür zu nehmen, für eine gute Sache einsetzen, und erinnerte daran, was dieser Anlass allen auf den Weg mitgeben soll: «Gebt nie auf! Niemals! Es ist ein harter Kampf, aber man kann etwas machen, damit das Leben lebenswert ist.» Perfekt organisiert setzte sich der Konvoi wieder in Bewegung, die Kinder noch immer strahlend, die Helfenden mit einem guten Gefühl und die Beobachter mit einem breiten Lachen im Gesicht. Remo Conoci





