Viele Kinder brauchen Sprach-Unterstützung
Die Sprachstandserhebung 2026 in Oberentfelden zeigt klaren Handlungsbedarf: Rund die Hälfte der Kinder weist Förderbedarf auf – die Gemeinde sieht sich in ihrem Kurs der frühen Unterstützung bestätigt.

Ab dem Schuljahr 2026/27 wird im Kanton Aargau die Sprachstandserhebung eineinhalb Jahre vor dem Kindergarteneintritt flächendeckend eingeführt. Oberentfelden hat bereits Anfang 2026 freiwillig daran teilgenommen – in Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Universität Basel.
Von 91 angeschriebenen Familien nahmen 86 Kinder an der Erhebung teil, was einer Quote von 94,5 Prozent entspricht. Erfasst wurden unter anderem Sprachentwicklung, Sprachumfeld und sprachliche Kompetenzen. Ziel war es, einen möglichen Förderbedarf frühzeitig zu erkennen.
Grosse sprachliche Vielfalt
Die Resultate zeigen: Rund die Hälfte der Kinder benötigt Unterstützung. In Oberentfelden wachsen über 60 Prozent der Kinder mehrsprachig auf – ein Faktor, der die Sprachförderung besonders wichtig macht.
Bereits 2024 hat die Gemeinde ein Frühförderungsprogramm lanciert. Es richtet sich an Kinder ab etwa zweieinhalb Jahren bis zum Kindergarteneintritt und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Kindergärten. Im Fokus stehen sprachliche und soziale Kompetenzen sowie die Vorbereitung auf die Schule.
Die aktuellen Ergebnisse bestätigen den eingeschlagenen Weg. Die Sprachstandserhebung dient als wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Projekts, dessen zweites Jahr im Sommer 2026 ausgewertet wird.
Weiterer Ausbau geplant
Für die Gemeinde bleibt die Frühförderung ein zentrales Anliegen. Auch im kommenden Projektjahr soll das Angebot bedarfsgerecht weiterentwickelt werden – mit dem Ziel, die Chancengleichheit für alle Kinder zu stärken. GEM/LA