Vorbereitung zur Auflösung
Nach über 60 Jahren steht der Gönnerverein des Alterszentrums Schöftland vor dem Aus. Der Vorstand bereitet die Auflösung vor – über das weitere Vorgehen und die Verwendung des Vermögens entscheiden die Mitglieder Anfang 2027.

Nach der Umwandlung des Altersheims Schöftland in eine Aktiengesellschaft wurde 2009 aus dem ehemaligen Trägerverein ein Gönnerverein. Dieser setzte sich zum Ziel, den Bewohnenden des Suhrental Alterszentrums den Alltag mit kleinen, persönlichen Gesten zu bereichern. Da solche Unterstützungen heute auch auf anderen Wegen möglich sind, hat der Vorstand beschlossen, die Auflösung des Vereins vorzubereiten. An der Generalversammlung vom 25. Februar 2027 werden die Mitglieder darüber entscheiden.
Abschied nach jahrzehntelangem Engagement
Präsidentin Monika Burgherr durfte an der Generalversammlung eine grosse Zahl an Mitgliedern begrüssen. In ihrem Jahresbericht blickte sie auf die vielfältigen Aktivitäten zurück: Schoggihasen zu Ostern, Magenbrot am Herbstmarkt, eine Flasche Rimuss zum Jahreswechsel sowie Beiträge an bauliche und kulturelle Projekte. Dazu gehörte auch die Mitfinanzierung des Projekts «Music Circle», das Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Musik zusammenbringt.
Da Besuche auf den Zimmern der Bewohnenden im Namen des Vereins nicht mehr möglich sind, ist der ursprüngliche Zweck weitgehend weggefallen. Der Vorstand sieht deshalb keinen nachhaltigen Auftrag mehr und hat die nötigen Schritte zur Auflösung eingeleitet. Die Versammlung im Februar 2027 soll zugleich die letzte sein.
Vermögen soll sinnvoll weiterwirken
Der Verein verfügt über ein beträchtliches Vermögen, das vollständig dem Alterszentrum zufliessen soll. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Mittel gezielt eingesetzt werden sollen. Unterstützt werden sollen Projekte, die weder durch öffentliche Hand noch durch Krankenkassen finanziert werden. Gleichzeitig soll das Engagement des 1963 gegründeten Vereins in Erinnerung bleiben.
Burgherr lobte die Zusammenarbeit mit Geschäftsleitung und Verwaltungsrat. Geschäftsführer Jürgen Gaulke habe stets ein offenes Ohr. Verwaltungsratspräsident Karsten Bugmann würdigte die Verdienste und verwies auf den geplanten Neubau. Der Wettbewerb läuft, die Umsetzung erfolgt etappenweise bis voraussichtlich 2034.ST.