Weitere Zusammenarbeit mit den TBS steht auf der Kippe
Rechnungsfehler, verspätete Unterlagen und Vorwürfe zur Kommunikation belasten die Zusammenarbeit zwischen Teufenthal und der Technische Betriebe Seon AG (TBS). Nun steht sogar ein vorzeitiges Vertragsende im Raum.

Zwischen der Gemeinde Teufenthal und der Technische Betriebe Seon AG (TBS) kommt es erneut zu Spannungen. Konkret geht es um fehlerhafte Schlussrechnungen 2025 im Bereich Wasser und Abwasser: Bei den meisten Kundinnen und Kunden wurden 42 Franken zu wenig Akonto abgezogen. Die TBS räumt den Fehler ein, betont jedoch, dass der verrechnete Wasserbezug korrekt sei.
Uneinigkeit besteht über die Ursache. Während die Gemeinde den Fehler im Zusammenhang mit dem seit Anfang 2025 gültigen, revidierten Wasser- und Abwasserreglement sieht, spricht die TBS von «kommunikativen Missverständnissen» bei der Umsetzung.
Weitere Kritikpunkte betreffen Rechnungen an Verstorbene sowie angeblich verspätet eingereichte Unterlagen, was laut Gemeinde die fristgerechte Mehrwertsteuer-Abrechnung erschwerte. Die TBS weist systematische Fehler zurück und erklärt, die Unterlagen seien – wenn auch knapp – rechtzeitig eingetroffen.
Die angespannte Lage wirkt sich auch auf die Zusammenarbeit aus. Ein Gespräch über eine mögliche Vertragsverlängerung wurde abgesagt. Stattdessen steht nun eine einvernehmliche Beendigung der Zusammenarbeit per Ende 2026 im Raum, obwohl der Vertrag ursprünglich bis Anfang 2028 mit Verlängerungsoption lief. Der Gemeinderat will an einer Sondersitzung darüber entscheiden.
Trotz der Differenzen stellt Gemeindeammann Niklaus Boss klar: «Die Probleme gab es nur im administrativen Bereich, nie im technischen.»
Jörn Kerckhoff/LA