Weniger Defizit, mehr Besucher und neue Ideen für Familien
An der Generalversammlung der Genossenschaft Frei- und Hallenbad Entfelden zog Präsident Guido Scherer (Unterentfelden) eine insgesamt positive Bilanz. Zwar bleibt das Bad finanziell herausgefordert, doch Besucherzahlen, Umsatz und Kundenzufriedenheit entwickelten sich im vergangenen Jahr erfreulich.

Das Betriebsdefizit sank von 1,2 Millionen auf 1,03 Millionen Franken. Gleichzeitig konnten die Umsätze in Hallenbad, Freibad und Restaurant insgesamt um 9,5 Prozent gesteigert werden. Besonders erfreulich entwickelte sich die Gastronomie mit einem Umsatzplus von 20 Prozent. Einzig die alte Sauna verzeichnete weiterhin rückläufige Zahlen.
Wie Präsident Guido Scherer ausführte, verfolgt die Genossenschaft seit mehreren Jahren konsequent die strategischen Ziele Sicherheit, Sauberkeit und Freundlichkeit. Die positiven Rückmeldungen der Gäste seien heute «auf einem sehr hohen Niveau». Besonders die Freundlichkeit des Teams werde regelmässig ausgezeichnet bewertet.
Bewährt habe sich auch die Ausrichtung als Familienbad. Statt auf einen Sprungturm setze die Badi auf familienfreundliche Angebote wie Warmwassertage, Spielnachmittage, Wettbewerbe oder Kinderanlässe.
Influencer-Ranking: Entfelden vor Aarau
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte vor wenigen Tagen der bekannte Influencer «Rabona». Er besuchte die Badi Entfelden unangekündigt und bewertete sie auf Social Media positiv. In seinem Ranking belegte die Badi Entfelden Rang zwei, während das Freibad Schachen Aarau auf Rang zehn landete. Laut Guido Scherer zeigt dies, dass die familienfreundliche Ausrichtung auch bei einem jungen Publikum gut ankommt.
Geschäftsführerin Cony Zimmerli berichtete von verschiedenen neuen Aktionen und Marketingmassnahmen. Unter anderem wurde ein Instagram-Kanal aufgebaut und eine aufblasbare Rutschbahn bestellt, die ab Herbst zum Einsatz kommen soll.
Mehr Besuchertrotz Herausforderungen
Die Besucherzahlen entwickelten sich positiv. Im Hallenbad wurden rund 55’000 Gäste gezählt – mehrere Tausend mehr als im Vorjahr. Auch das Freibad legte trotz teilweise schlechtem Wetter zu.
Gleichzeitig kämpft die Anlage weiterhin mit hohen Unterhaltskosten. Rund 70’000 Franken fielen für ungeplante Reparaturen an, darunter Schäden an Leitungen, Pumpen und der Holzschnitzelheizung. Viele technische Anlagen seien stark veraltet, erklärte Scherer. Das verursache immer wieder nicht budgetierbare Kosten.
Wechsel in der Verwaltung
An der Generalversammlung kam es zudem zu personellen Veränderungen. Vizepräsident Hans-Peter Widmer trat zurück. Neu in die Verwaltung gewählt wurden der Oberentfelder Vizeammann Hans Schibli, Christoph Zeyer und Pierre Herm. Guido Scherer und Dorina Baumann wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Guido Scherer dankte den langjährigen Mitgliedern der Verwaltung und Mitarbeitenden ausdrücklich für ihren Einsatz. Besonders hob er die Arbeit von Cony Zimmerli hervor, die seit ihrer Ankunft vor bald drei Jahren «mit viel Herzblut» aus einem verunsicherten Team wieder eine motivierte Mannschaft geformt habe.
Für 2026 plant die Badi weitere Veranstaltungen, darunter ein Badifest, das Hundeschwimmen zum Saisonabschluss im Freibad, einen Halloween-Anlass und ein Kerzenschwimmen. «Das alles mit dem Ziel, zusätzliche Besucherinnen und Besucher in unser schönes Bad nach Entfelden zu holen», sagte Genossenschafts-Präsident Guido Scherer zum Schluss. RAN