Wetterprophet prognostiziert beschaulichen Herbst

Der Waldumgang der Forstverwaltung Suhr-Buchs informierte über die aktuelle Situation und die zukünftige Bewirtschaftung. Mit Gast Martin Holdener erreichte der Anlass vor dem Zvieri im Forstwerkhof Suhret in Buchs einen humoristischen Höhepunkt.

Die «Wissensvermittler» am Waldumgang 2026 freuen sich über den gelungenen Anlass: Martin Holdener, Betriebsleiter Werner Lutz, Dominik Graber, Markus Notter und Erwin Städler (von links).Bild: Alfred Weigel

Die «Wissensvermittler» am Waldumgang 2026 freuen sich über den gelungenen Anlass: Martin Holdener, Betriebsleiter Werner Lutz, Dominik Graber, Markus Notter und Erwin Städler (von links).Bild: Alfred Weigel

Dominik Graber stellt den aktuellen Betriebsplan der Forstverwaltung Suhr-Buchs mit Umstellung auf die Dauerwaldbewirtschaftung vor.Bild: Alfred Weigel

Dominik Graber stellt den aktuellen Betriebsplan der Forstverwaltung Suhr-Buchs mit Umstellung auf die Dauerwaldbewirtschaftung vor.Bild: Alfred Weigel

Der «Muser Martl» aus Schwyz, einer der Muotathaler Wetterschmöcker, machte sich einen Namen mit der Wettervorhersage nach dem Verhalten von Mäusen. Gemäss dem Wetterpropheten Martin Holdener werde es einen mittelmässigen Herbst geben, aber eher auf der schönen Seite. Die Wetterprognosen für die Wintermonate werden erst Ende Oktober bekannt gegeben. Sollten sich die Mäuse bis dahin Fett angefressen haben und über ein glänzendes Fell verfügen, würde dies auf einen harten Winter hinweisen.

Ob man den Wetterprognosen trauen darf, konnte jeder der rund 130 am Waldumgang Teilnehmenden für sich entscheiden. Als humorvoller und mit zweideutigen Witzen gespickter Vortrag verdiente dieser allemal den Applaus.

In Zukunft sind hitzeresistente Arten gefragt

Das Wetter mit Trockenheit und hohen Temperaturen sowie die Auswirkungen auf den Wald thematisierte Kreisförster Erwin Städler mit anschaulichen Grafiken. Seit 124 Jahren hat es noch nie so wenig Niederschläge wie in diesem Sommer mit 61 Hitzetagen über 30 Grad gegeben. Auch das Wild litt unter der Trockenheit, es fand nicht ausreichend Grün zum Äsen, ergänz-te Markus Notter von der Jagdgesellschaft Buchs-Suhret.

Die häufigste Baumart im Kanton Aargau ist die Buche, gefolgt von der Fichte, deren Bestand aber rückläufig ist. Zukünftig sind hitzeresistente Arten gefragt, etwa die Eiche. Wie der Betriebsplan der Forstverwaltung Suhr-Buchs für die nächsten 15 Jahre aussieht, erläuterte Dominik Graber vom gleichnamigen Ingenieurbüro Kölliken. Die wegweisende, darin festgeschriebene Entscheidung ist die Bewirtschaftung nach dem Dauerwaldprinzip.

Die Dauerwaldbewirtschaftung verzichtet auf flächige Räumungen und orientiert sich an der natürlichen Waldentwicklung, Bäume werden einzeln oder in Trupps entfernt. Die Entwicklung des Waldes wird zukünftig im Sechsjahresturnus beurteilt. Luftbildaufnahmen helfen bei der Planung und Überwachung von Waldflächen. Die Verpflegung nach dem Waldumgang mit Wurst und Brot übernahm die Ortsbürgerkommission Buchs.

Alfred Weigel