Wichtiger Schritt im Verfahren abgeschlossen
Die Auflage für das Projekt des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) in Staffelbach und die Aufwertung der Suhre ist abgeschlossen. Das Projekt lag vom 15. Januar bis 14. Februar 2026 öffentlich auf. Ob Einsprachen eingegangen sind, wird sich erst in einigen Tagen zeigen.

Mit der öffentlichen Auflage ist ein wichtiger Schritt im Bewilligungsverfahren rund um den geplanten Hochwasserschutz im Suhrental gemacht. Das Projekt betrifft die Gemeinden Staffelbach, Moosleerau und Reitnau entlang der Suhre. Bis Mitte Februar konnten Betroffene Einwendungen einreichen. Erst wenn alle Eingaben per Post eingetroffen sind, zeigt sich, ob es Einsprachen gibt.
Becken kann über 1 Million Kubikmeter Wasser aufnehmen
Das Projekt ist eine Antwort auf die wiederkehrenden Hochwasser im Suhrental. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Überschwemmungen und Millionen-Schäden in den Dörfern entlang der Suhre.
Geplant ist in Staffelbach ein Rückhaltebecken mit einem rund 150 Meter langen Erddamm. Dieser soll bei starkem Regen Wasser zurückhalten und später kontrolliert wieder abgeben. So sollen untere Gemeinden wie Schöftland, Oberentfelden, Suhr oder Buchs besser geschützt werden.
Das Becken kann über eine Million Kubikmeter Wasser aufnehmen. Bei einem extremen Hochwasser würde eine Fläche von rund 84 Hektaren überflutet. Das entspricht einer Grösse von rund 120 Fussballfeldern.
Zusätzlich soll die Suhre auf einer Länge von rund 3,7 Kilometern bis zur Kantonsgrenze Aargau–Luzern verbreitert und naturnaher gestaltet werden. Die Aufweitung der Suhre erfolgt nur im Kanton Aargau. Auf Luzerner Seite sind Aufwertungsmassnahmen durch Totholzeinbauten im bestehenden Gerinne vorgesehen. Diese Massnahmen werden in einem separaten Projekt aufgelegt und genehmigt.
Verteilung der Kosten
Die Projektkosten belaufen sich auf 28,8 Millionen Franken. Davon entfallen 15,8 Millionen auf den Hochwasserschutz, 7 Millionen auf die Revitalisierung der Suhre und 6 Millionen auf die Meliorationen. Der Bund übernimmt rund drei Viertel, der Kanton und die Unterliegergemeinden rund je einen Achtel, und die Aargauische Gebäudeversicherung zahlt fünf Prozent an die Hochwasserschutzmassnahmen. Die Standortgemeinden selbst müssen nichts bezahlen. Der Grosse Rat hat die nötigen Verpflichtungskredite bereits einstimmig bewilligt.
Ursprünglich war der Projektabschluss 2026 vorgesehen, inzwischen hat sich das Ganze aber bereits verzögert. Bis Ende 2026 soll die Genehmigung erfolgen, 2028 die Submission und 2029 soll der Baustart erfolgen. Für die Realisierung sind drei bis fünf Jahre eingeplant.RAN