Zwei Traumtore befreien die Red Boots vom Tabellenende
Die Red Boots Aarau feiern beim FC Luzern einen wichtigen 2:0-Auswärtssieg. Vanessa Hoti und Celia Hofer treffen sehenswert aus der Distanz, doch vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung überzeugt. Dank des zweiten Saisonsiegs geben die Aarauerinnen erstmals die rote Laterne ab.

Es waren zwei Treffer, die man nicht alle Tage sieht. Vanessa Hoti brachte die Red Boots Aarau bereits in der 8. Minute mit einem Distanzschuss aus rund 25 Metern in Führung. Kurz vor Schluss machte es ihr Celia Hofer nach: Auch sie traf aus der Distanz sehenswert zum 2:0 und sorgte damit für die Entscheidung.
«Klar schiessen wir immer wieder in den Trainings, aber es wurde nicht spezifisch geübt. Plötzlich klappt es halt, auch weil wir uns heute das Glück erzwungen haben», sagte Trainer Eduardo Barrera zu den beiden Traumtoren.
Als Kollektiv überzeugt
Entscheidend war für den Trainer allerdings nicht nur die individuelle Klasse bei den Toren. «Das Solidarische, das war heute entscheidend», sagte Barrera.
Tatsächlich zeigten die Red Boots eine ihrer bislang komplettesten Saisonleistungen. Aarau attackierte früh, gewann viele Zweikämpfe und arbeitete auch in der Offensive konsequent gegen den Ball. Selbst Stürmerin Schütt half zeitweise tief in der eigenen Defensive aus. Und wenn Luzern doch einmal durchkam, war Torhüterin Yara Ackermann zur Stelle.
«Man darf von zwei guten Halbzeiten sprechen», lobte Barrera. Seine Mannschaft habe gegen einen physisch starken Gegner genau das umgesetzt, was sie sich vorgenommen hatte.
Die rote Laterne ist weg
Der verdiente 2:0-Erfolg ist für Aarau der zweite Saisonsieg – und hat auch Auswirkungen auf die Tabelle. Erstmals in dieser Spielzeit geben die Red Boots die rote Laterne ab. Damit verschafft sich das Team im Tabellenkeller etwas Luft und kann mit neuem Selbstvertrauen in die letzten Partien vor der Winterpause gehen.
Die nächste Gelegenheit, nachzulegen, bietet sich bereits am Sonntag. Dann empfangen die Red Boots Aufsteiger Yverdon in Aarau. Nach der deutlichen 1:4-Niederlage im Hinspiel haben die Aarauerinnen noch eine Rechnung offen. Mika Conrad/LA