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Bauschule feiert Geburtstag

Das Jahr 2020 geht für die Schweizerische Bauschule Aarau gleich aus zwei Gründen in die Geschichte ein. Sie wurde vor 125 Jahren gegründet und per 1. Mai 2020 privatisiert.

Zur Feier «125 Jahren Bauschule» war ein Aufrichtfest mit vielen Gästen und fröhlicher Stimmung geplant. Doch daraus wurde nichts, denn die aktuelle Situation mit COVID-19 liess bloss eine Feier im kleinen Rahmen zu. Dabei wurde nicht nur das Jubiläum zelebriert, sondern auch die Privatisierung der Bauschule.

Interviews
Bei der Feier, die Ende Oktober stattfand, führte Rainer Maria Salzgeber Interviews mit diversen wichtigen Exponenten. Von Erina Guzzi, Vorsitzende der Geschäftsleitung, erfuhr der SRF-Sportmoderator, dass die Ambiance an der Schule ein wichtiger Erfolgsfaktor sei, wie sie als Frau den Weg in die Baubranche fand und dass die Schule bis heute über 10’000 Studierende ausgebildet hat.

Kanton Aargau überreichte Schlüssel
Regierungsrat Alex Hürzeler zeigte im Interview auf, weshalb sich der Kanton für die Privatisierung der Bauschule stark machte: «Neu kann sich die Schule im Markt frei bewegen und ihr Bildungsangebot flexibler anpassen. Das war unter der Ägide des Kantons nur beschränkt möglich.»

Als Symbol für die Übergabe überreichte der Regierungsrat einen goldenen Schlüssel an die Stiftung Pro Bauschule: «Der Kanton gratuliert zum Jubiläum und wünscht der Schweizerische Bauschule Aarau AG auch als privates Unternehmen goldene Zeiten.»

Spannender Privatisierungsprozess
In der neuen Konstellation als Privatunternehmen stehen der Stiftungsrat, der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung in der Verantwortung. André Crelier, Stiftungsratspräsident, blickte beim Gespräch mit Rainer Maria Salzgeber auf die vergangenen Jahre zurück: «Die Privatisierung war eine spannende Phase, zu der auch die Besetzung des Verwaltungsrats zählte. Ich danke allen involvierten Personen beim Kanton und in der Bauschule für die engagierte Mitarbeit. Neu ist die Stiftung die Eigentümerin der Schule. Wir sind glücklich, dass auch die Positionen im operativen Bereich mit hervorragenden Fachleuten besetzt sind. Dies garantiert, dass die Schule ihrem ausgezeichneten Ruf als nationale Baukaderschmiede weiterhin gerecht wird.»

Rudolf Vogt, Verwaltungsratspräsident, kam im Interview auf die Finanzen zu sprechen: «Früher stand der Kanton, auch gegenüber dem Steuerzahler, in der Verantwortung. Als privates Unternehmen entfällt die Unterstützung des Kantons und wir sind auf uns alleine gestellt. Da wir an den bisherigen Mitarbeitenden festhalten, bin ich überzeugt, dass wir auch in Zukunft erfolgreich arbeiten werden.»

Jubiläums-Video Im Jubiläumsfilm sind die Interviews zu sehen, genauso wie ein Rückblick auf die vergangenen Jahre und ein Ausblick in die Zukunft: www.bauschule.ch/jubilaeum. Auf der Website ist zudem die Geschichte der Bauschule als Audioproduktion zu finden, die auch vor Ort an einer Hörstation erlebt werden kann.